DAS PROJEKT – WIE FUNKTIONIERT DAS?

Für die Untersuchung des Schmerzmanagements in den unterschiedlichen Bereichen ist ein Pre-/Post-Test-Vergleich unter Berücksichtigung verschiedener Schmerzarten geplant. Für jeden Bereich wurden gruppenspezifische Instrumente entwickelt, die eine standardisierte Befragung der jeweiligen Akteure (d.h. Ärzte, Pflegende, Patienten, Bewohner, Gäste) ermöglichen.

  • Pre-Test: In einem ersten Schritt werden die Regelungen (Verfahrensanweisungen) der Einrichtungen zum Umgang mit Schmerzen erfasst und analysiert. Hierzu werden Ärzte, Patienten, Pflegende und Angehörige zum interprofessionell durchgeführten Schmerzmanagement befragt.
  • Interventionsphase: Die ausgewerteten Ergebnisse der ersten Erhebung werden den Einrichtungen vorgestellt, um dann gemeinsam mit den beteiligten Einrichtungen im Sinne von Qualitätssicherungsmaßnahmen eventuell Veränderungen beim medikamentösen und nicht-medikamentösen Schmerzmanagement vorzunehmen.
  • Post-Test: Die zweite Erhebung dient der Evaluierung der Situation nach Einführung der ausgewählten qualitätsverbessernden Maßnahmen im Schmerzmanagement.


Je nach Einrichtungstyp werden unter der Berücksichtigung der dort vorherrschenden Schmerzarten Untersuchungsschwerpunkte gesetzt. Jeder Schwerpunkt wird von Experten betreut:

VERSORGUNGS-
EINRICHTUNG
SCHWERPUNKTEXPERTE/IN

Krankenhäuser

Akuter postoperativer SchmerzFrau Prof. Dr. med.
E. Pogatzki-Zahn,
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Münster

Frau N. Nestler, Dipl. Pflegewissenschaftlerin (FH), Paracelsus Universität
Einrichtungen der stationären AltenhilfeChronischer und/oder akuter Schmerz

Herr Dr. med. K. Perrar, Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln

Frau Dr. med. C. Drebenstedt, Klinikum Nürnberg

Herr M. Hufnagel, M.A., Paracelsus Universität

Ambulante Pflegedienste /
Hospize
Tumorschmerz

Herr Prof. Dr. med. F. Elsner, Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Aachen

Frau I. Gnass, MScN, Paracelsus Universität

Frau N. Nestler, Dipl. Pflegewissenschaftlerin (FH), Paracelsus Universität

SchmerzpraxenChronischer RückenschmerzFrau Prof. Dr. M. Hasenbring, Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Ruhr Universität Bochum


Einrichtungsübergreifende Projektmitarbeiterin:

  • Frau Stephanie Hemling, M.A.

Forschungsfragen:
  • Inwieweit werden relevante Standards und Leitlinien aus Medizin und Pflege in den jeweiligen Gesundheitseinrichtungen in der Stadt Münster angewendet?
  • Welcher Bedarf an medizinischen und/oder pflegerischen Interventionen lässt sich anhand der Analyseergebnisse zur Optimierung des Schmerzmanagements ableiten?
  • Welche konkreten Maßnahmen können im Rahmen der relevanten Standards und Leitlinien aus Medizin und Pflege anhand des ermittelten Bedarfs empfohlen werden?
  • Inwieweit werden relevante Standards und Leitlinien aus Medizin und Pflege in den jeweiligen Gesundheitseinrichtungen nach Implementierung und/oder Optimierung medizinischer und pflegerischer Interventionen umgesetzt?
  • Können nach Durchführung der Interventionen Veränderungen des Schmerzmanagements beobachtet werden?
  • Welche gesundheitsökonomische Bedeutung haben die Interventionen?