SCHMERZ KANN MAN MESSEN

Grundlegend für die Therapie von Schmerzen ist es, dass der Arzt die Schmerzen des Patienten so genau wie möglich kennt. Denn wie stark ein Patient unter seinen Schmerzen leidet, ist sogar für sehr erfahrene Ärzte schwer zu beurteilen. Oft beurteilen Patienten die Intensität ihrer Schmerzen völlig anders als ihre Ärzte. Sie empfinden die Schmerzen deutlich stärker, als dies die Ärzte für möglich hielten. Dies ist nicht zuletzt ein Grund dafür, dass viele Patienten keine ausreichende Schmerztherapie erhalten. Was aber viele nicht wissen: Schmerz ist messbar!

Daher sollen Patienten ihre Schmerzintensität mehrmals täglich messen. Hierfür gibt es spezielle Schmerzskalen. Eine Schmerzskala ist ein zehn Zentimeter langer Schieber, der einem einfachen Lineal gleicht. Darauf stellt man zwischen den Punkten „Kein Schmerz“ und „Stärkster Schmerz“ ein, wie stark der Schmerz ist. Auf der Rückseite lässt sich dann die aktuelle Schmerzstärke auf einer Skala von 0 („Kein Schmerz“) bis 10 („Stärkster vorstellbarer Schmerz“) ablesen.

Die Intensität von Schmerzen sollte genau so selbstverständlich gemessen werden wie Blutdruck, Blutzucker oder Fieber. Damit der Arzt den Erfolg der Behandlung über einen längeren Zeitraum beobachten kann, messen Sie Ihren Schmerz am besten mehrmals täglich zu Hause und tragen Sie die Ergebnisse in ein Schmerztagebuch ein.


Das Schmerztagebuch

Wenn Sie Ihre Schmerzen messen, ist es sinnvoll, die Schmerzstärke in einem Schmerztagebuch zu dokumentieren. So bekommen Sie und Ihr Arzt oder Ihre Ärztin einen sehr guten Überblick über den Schmerzverlauf und kann anhand dessen eine geeignete Therapie beginnen bzw. die begonnene Therapie überprüfen und gegebenenfalls anpassen.