SCHMERZMANAGEMENT IM KRANKENHAUS: AKTIONSBÜNDNIS BELEUCHTET DIE STATIONÄRE SCHMERZTHERAPIE

Wie Schmerzmanagement im Klinikalltag funktionieren kann, präsentierte das Aktionsbündnis am 13. Juli 2010 bei einem Pressegespräch im münsterischen Clemenshospital.

Am Beispiel einer Patientin, die sich Anfang Juli einer großen Operation unterziehen musste, verdeutlichten Prof. Dr. Ralf Scherer, Ärztlicher Direktor des Clemenshospitals und Martina Rettig, die als Pain Nurse die zentrale Schnittstelle der stationären Schmerztherapie bildet, wie Patienten heute von einer modernen Schmerzversorgung in der Klinik profitieren.

„Egal ob Pflegender oder Arzt: Schmerzmanagement ist das erste, was jeder lernen muss, der hier eine Stelle antritt“, sagte Prof. Scherer. Das Wichtigste dabei: Die Messung der Schmerzintensität. „Bei der speziellen Schmerztherapie befragen wir unsere Patienten mehrmals täglich“, berichtet der Ärztliche Direktor.

Hintergrund des Pressegesprächs ist die fast abgeschlossene Erstevaluation für den Forschungsstrang Krankenhaus. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Osterbrink zeigte sich mit der bisherigen Entwicklung des Projekts zufrieden: „In Münsters Kliniken hat eine wunderbare Dynamik eingesetzt auf dem Weg zur schmerzfreien Stadt.“ Alle Krankenhäuser der Westfalenmetropole zögen an einem Strang: „In allen münsterischen Kliniken wird dem Schmerzmanagement ein hoher Stellenwert eingeräumt. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse der ersten Projektphase und wie wir uns weiter verbessern können“, betont Scherer.

Erfolgreiche Schmerztherapie bei Mechtild Brinkschulte: (v.l.) Timm Wessels, Prof. Ralf Scherer, Prof. Jürgen Osterbrink, Klaudia Bexte und Martina Rettig
Prof. Dr. Ralf Scherer veranschaulicht das Schmerzmanagement im Clemenshospital
Das Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt informiert über den Verlauf der Ist-Evaluation