FEIERLICHE AUSZEICHNUNG VON MÜNSTERS KRANKENHÄUSERN

Münster ist weltweit die erste Stadt, in der alle Krankenhäuser mit dem Siegel „Qualifizierte Schmerztherapie“ ausgezeichnet wurden. So konnte nach dem bereits im Jahr 2006 zertifizierten Universitätsklinikum im Rahmen des Aktionsbündnisses Schmerzfreie Stadt Münster nun auch in allen weiteren Kliniken das Schmerzmanagement optimiert werden. Verliehen wurde die Auszeichnung von der Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie – Certkom e.V., in der sich zwei medizinische Fachgesellschaften, wie auch der Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), gemeinsam um qualifizierte Schmerztherapie bemühen.

Die feierliche Übergabe der Zertifikate fand im Rathaus in Münster unter Anwesenheit des Münsteraner Oberbürgermeisters Markus Lewe statt.

An dem Projekt, in dessen Verlauf fast 2200 Zeitstunden geleistet wurden, teilgenommen haben das Herz-Jesu-Krankenhaus, das St. Franziskus-Hospital, das Clemenshospital, die Raphaelsklinik, das Evangelische Krankenhaus Johannisstift und die Fachklinik Hornheide. Der Projektleiter des Aktionsbündnisses Schmerzfreie Stadt Münster, Prof. Jürgen Osterbrink, betont die Pionierarbeit des Münsteraner Gesundheitssystems, stellt jedoch auch fest, dass „bei über 2000 Krankenhäusern bundesweit noch viel Luft nach oben“ ist. Derzeit sind deutschlandweit 76 Kliniken mit dem Siegel „Qualifizierte Schmerztherapie“ ausgezeichnet.

Nach Aussage der Projektmitarbeiterin Nadja Nestler konnte trotz des bereits guten Schmerzmanagements der teilnehmenden Häuser Vieles noch zusätzlich verbessert werden, wie z.B. das Einschätzen des Schmerzes bei dementen, verwirrten oder wachkomatösen Patienten, oder aber das Timing: „Es gibt jetzt genaue Schemata und Verfahrensanweisungen für die Mitarbeiter, die im Endeffekt dazu führen, dass kein Patient länger als 30 Minuten auf eine adäquate Schmerztherapie warten muss“, so Nestler, die als Projektkoordinatorin und Expertin für den Bereich Krankenhaus alle Kliniken intensiv während des Prozesses begleitet hat.

Osterbrink resümiert: „Was wir hier erstmals für eine ganze Kommune leisten durften, kann Modellcharakter für andere Städte haben“.


Prof. Jürgen Osterbrink (r.), Leiter des Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster, und Nadja Nestler, Projektmitarbeiterin, freuen sich, dass alle Krankenhäuser in Münster das Siegel „Qualifizierte Schmerztherapie“ erhalten haben.
Prof. Jürgen Osterbrink (r.), Leiter des Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster, und Nadja Nestler, Projektmitarbeiterin, freuen sich, dass alle Krankenhäuser in Münster das Siegel „Qualifizierte Schmerztherapie“ erhalten haben.
Ist stolz auf das starke Schmerzmanagement in Münster: Oberbürgermeister Markus Lewe.
Ist stolz auf das starke Schmerzmanagement in Münster: Oberbürgermeister Markus Lewe.
Die Vertreter der Krankenhäuser, der Stadt und des Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster sind gemeinsam stark gegen den Schmerz.
Die Vertreter der Krankenhäuser, der Stadt und des Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster sind gemeinsam stark gegen den Schmerz.