MÜNSTERS PAIN NURSES LEGEN DEN GRUNDSTEIN FÜR DIE GRÜNDUNG EINES LOKALEN PFLEGERISCHEN SCHMERZEXPERTINNEN FORUMS

Nachfolgend zur erfolgreich abgeschlossenen „Pain Nurse Qualifizierungsoffensive“ brachte das Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster die münsterischen Pain Nurses nun erneut zusammen.

Am 10. April 2013 trafen sich insgesamt 36 Pain Nurses aus Münsters Krankenhäusern und Hospizen zu einer dreistündigen Fortbildungsveranstaltung im Gesundheitshaus Münster. Geplant und umgesetzt wurde das Treffen von Vertreterinnen und Vertretern aus der Gruppe der Pain Nurses in Kooperation mit dem Aktionsbündnis. „Die Pain Nurses wissen selbst am besten wo der Schuh drückt“ resümierte der Projektleiter Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Osterbrink über die gemeinsame Ausrichtung der Veranstaltung. Neben einem Impulsvortrag, bei dem die Projektkoordinatorin Frau Dipl. Pflegewissenschaftlerin (FH) Nadja Nestler die zentralen Ergebnisse aus den Forschungsarbeiten des Aktionsbündnisses vorstellte, gab es vier Kurzreferate zu den Aufgabenbereichen einer Pain Nurse. Hierzu berichteten erfahrene Pain Nurses aus ihren jeweiligen Einrichtungsalltagen.

Die anschließende Diskussionsrunde gab allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit die vermittelten Informationen zu reflektieren und sich über weitere Themenwünsche für zukünftige Veranstaltungen auszutauschen.

„Es ist wichtig auch weiterhin am Ball zu bleiben und von den Erfahrungen der anderen zu lernen“ begründete Projektmitarbeiterin Frau Irmela Gnass die Einladung des Aktionsbündnisses zu einer erneuten Zusammenkunft der Pain Nurses, diesmal aus den Einrichtungen der stationären Altenhilfe sowie ambulanten Pflegediensten. Vor diesem Hintergrund lud das Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster am 18. Juni 2013 zu einem gemeinsamen Treffen ins Gesundheitsamt Münster ein.

Unter Leitung der Projektmitarbeiterinnen Frau Irmela Gnass und Frau Nadine Schüßler erarbeiteten die teilnehmenden Pain Nurses konkrete Handlungsmöglichkeiten zu fünf unterschiedlichen Themenbereichen. Neben Angeboten zu nicht-medikamentösen Therapiemaßnahmen, ging es hierbei auch um konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten und Hausärztinnen. Eine innovative Lösung fanden die Pain Nurses für Herausforderungen der Vermittlung von Neuerungen im Schmerzmanagement  in den Einrichtungen: Sie rotieren ab jetzt im Austauschverfahren untereinander und bilden KollegInnen dadurch mit „frischen“ Gesichtern fort.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand gerade für die neuen Pain Nurses die Identifikation mit der neuen Rolle, um so die erworbenen Fähigkeiten und das Wissen von vornherein gezielt zum Einsatz bringen zu können. Nur so ließe sich auch weiter darauf aufbauen und angestoßene Veränderungen nachhaltig sichern, erläuterte Projektmitarbeiterin Nadine Schüßler.

Für September ist schon das nächste Treffen der Pain Nurses geplant. Bis Ende des Jahres werden die Pain Nurses aus allen teilnehmenden Sektoren, sprich Krankenhaus, stationäre Altenhilfe, ambulante Pflegedienste und Hospize, gleichzeitig zu einem Treffen eingeladen. „Die Zusammenführung der Pain Nurses aus den unterschiedlichen Settings soll“, so der Projektleiter „die Gründung eines lokalen SchmerzexpertInnen Forums besiegeln und soll letztlich die Zusammenarbeit an den Schnittstellen der Sektoren verbessern.“