SCHIRMHERRSCHAFT

Daniel Bahr
Daniel Bahr

Die Schmerzmedizin erhält in Deutschland zurecht einen immer höheren Stellenwert. Die Vorbeugung und Behandlung akuter und insbesondere chronischer Schmerzen sind daher wichtige Bausteine der Gesundheitsförderung und der medizinischen Versorgung. Denn es muss unser gemeinsames Ziel sein, dass Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in Deutschland in jeder Krankheitssituation auf einen kompetenten Arzt oder Ärztin oder auf ein kompetentes Team treffen, die sie individuell behandeln.

Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist es, weitgehende Schmerzfreiheit zu erreichen. Ich habe deshalb sehr gerne die Schirmherrschaft über ein Projekt inne, das genau dieses Ziel anstrebt und im Titel führt: Das Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster.

Ich gebe gerne zu: Das ist ein sehr ambitioniertes und nicht einfach zu verwirklichendes Ziel. Um es zu erreichen wird in Münster im Rahmen des Aktionsbündnisses ein Konzept für eine interdisziplinäre, vernetzte Schmerzbehandlung erarbeitet und auf Tauglichkeit für die Praxis geprüft. Es geht um eine Überprüfung, Evaluierung und Verbesserung des Schmerzmanagements in so verschiedenen Einrichtungen wie Hospizen und Pflegeeinrichtungen ebenso wie in spezialisierten Schmerzpraxen. Kurzum, es geht darum, zu erreichen, dass in allen diesen Einrichtungen eine optimale Schmerztherapie selbstverständlich wird.

Das 2010 gestartete Projekt trägt bereits Früchte: So konnte das Aktionsbündnis 2011 erste Ergebnisse zur Schmerzversorgung veröffentlichen. Wie mir berichtet wurde, sind daraufhin auch bereits zahlreiche Maßnahmen angelaufen, um die Situation der Betroffenen weiter zu verbessern. Dies alles zeigt, dass Münster mit diesem anspruchsvollen Konzept auf einem guten Weg ist. Wir warten weiter gespannt auf die abschließenden Ergebnisse des gesamten Projektes. Denn wenn dieses Projekt in Münster erfolgreich ist, können alle von den Erfahrungen profitieren. Die Erkenntnisse aus Münster wären dann erst der Anfang. Denn ich hoffe, dass dieses Modell Schule machen wird und dass wir bald auch in anderen Städten und Gemeinden in Deutschland solche Initiativen haben werden.

Ich danke allen, die an diesem Projekt und unserem gemeinsamen Ziel mitwirken.


Daniel Bahr
Bundesminister für Gesundheit